Mal ein ganz anderer Wendlandt…

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Psychotherapie

Als Psychologischer Psychotherapeut führe ich in meiner Praxis in Berlin Kreuzberg Psychotherapien mit Einzelnen und Gruppen durch. In der Regel handelt es sich um Verhaltenstherapien, die von den Krankenkassen oder der Beihilfestelle finanziert werden. Die gruppentherapeutischen Angebote richten sich an Erwachsene mit sozialen Ängsten und an stotternde Erwachsene.

Bei der therapeutischen Zusammenarbeit geht es meist darum, sich mit den eigenen Veränderungsmöglichkeiten auseinander zu setzen, ergänzende Sichtweisen in das eigene Lebenskonzept zu integrieren sowie neue Handlungsschritte mutig zu erproben. Psychotherapeutische Unterstützung geht davon aus, dass es möglich ist, zu einer größeren und nachhaltigen Lebenszufriedenheit zu gelangen und neue Handlungsräume zu erschließen.

Meine psychotherapeutischen Erkenntnisse und Erfahrungen habe ich während meines Berufslebens regelmäßig weitergegeben: In der Ausbildung unterschiedlicher Studiengänge, in der Fort- und Weiterbildung und durch die Publikation von Fachartikeln und Büchern.

Interessierte Patienten, aber auch Eltern und anderen Bezugspersonen, können meine Sprechstunden in Anspruch nehmen. Dazu sind Anmeldungen telefonisch oder über E-Mail erforderlich.

Stottern, Sprache, Kommunikation

Besonders intensiv habe ich mich mit dem Gebiet der Sprache und der Kommunikation beschäftigt. Seit nunmehr über 40 Jahren behandele ich Menschen mit Störungen des Sprechens und der Sprache. Ein zentraler Schwerpunkt bildet dabei das Stottern. Mein Behandlungskonzept orientiert sich an der Individualität der stotternden Person, wobei sprech- und stotterspezifische Therapiebausteine mit psychotherapeutischen Methoden kombiniert werden. Maßnahmen zur Rückfallprophylaxe und zur therapeutischen Nachsorge sind Bestandteile meines Behandlungsansatzes (siehe meine beiden letzten Buchveröffentlichungen: „Stottern im Erwachsenenalter“ und „Abenteuer Stottern“). In der Regel stehen freie Behandlungsplätze in der Gruppe zur Verfügung.

Meine langjährige wissenschaftliche Forschungs- und Praxistätigkeit auf dem Gebiet des Stotterns begann 1968 als ich damals – noch als Student – an der Poliklinik für Stimm- und Sprachkranke der Freien Universität Berlin angestellt wurde. Die Notwendigkeit, die Eigenarbeit der Stotternden auch nach Therapieende zu stärken und die bekanntermaßen hohe Rückfallgefährdung zu mindern, haben mich veranlasst, die Stotterer-Selbsthilfe in Deutschland zu initiieren und kontinuierlich zu fördern Youtube / Stottern als Kommunikationsstörung. Im anglo-amerikanischen Sprachraum herrschte in den 1970er Jahren ein beträchtlicher Wissensvorsprung im Fachgebiet Stottern, den ich bemüht war, durch eigene Buchveröffentlichungen und Fachartikel auszugleichen. So war es mir möglich, die Entwicklung der Stottertherapie in Deutschland nachhaltig mitzuprägen (siehe Literatur).

Als Ergebnis meiner eigenen Forschungs- und Lehrtätigkeiten zum Themenschwerpunkt „Sprache und Kommunikation“ entstand mein Buch „Sprachstörungen im Kindesalter. Materialien zur Früherkennung und Beratung.“ Mit dem dort vorgestellten „Sprachbaum“ gilt das immer wieder neu überarbeitete Buch mittlerweile als Standardwerk für Eltern, Fachleute und Studierende.

Supervision / Coaching

Als Hochschullehrer für Beratung und Therapie habe ich in verschiedenen Feldern der Ausbildung und des Gesundheits- und Sozialwesens Einzel- und Gruppensupervisionen mit Angehörigen unterschiedlicher Berufsgruppen durchgeführt. Dabei ging es darum, die Kolleginnen und Kollegen bei ihren sozialpädagogischen, psychotherapeutischen und medizinischen Aufgabenstellungen in ihrer Klientenarbeit zu unterstützen, gemeinsam Praxisprojekte zu initiieren und Organisationsentwicklungen voranzubringen.

Darüber hinaus bin ich seit Jahren als Supervisor und Dozent im Rahmen der Ausbildung zum Psychologischen Psychotherapeuten und zum Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeuten tätig.

Ebenfalls engagiere ich mich im Coaching von Musikern, bildenden Künstlern und Schauspielern.

Auskunft über freie Supervisions- und Coachingplätze bitte telefonisch oder über E-Mail einholen.

Playback- und Impro-Theater

Seit 15 Jahren bin ich als Improvisationsschauspieler und Impro-Musiker in verschiedenen Kontexten tätig: Ich spiele als Mitglied im Playback Theater Berlin und leite das Ensemble Die Tumoristen sowie das Playbackteam Theater für geflüchtete Menschen

Improvisation ist mehr als nur eine Methode, die die Arbeit in unterschiedlichen Anwendungsfeldern der Pädagogik, der Beratung und der Psychotherapie zu beflügeln vermag. Sie kann auch als Lebenshaltung verstanden werden, die es dem Menschen leichter macht, eigene Ressourcen zu entdecken und mit dem eigenen kreativen Potential immer wieder auf neue Weise alltägliche Lebenszusammenhänge zu gestalten. Meine Gedanken hierzu können in deutscher und englischer Sprache nachgelesen werden (Literatur Impro). Für Playbackspieler habe ich 20 wichtige Playbacktheater-Spielformen zum Download zusammengestellt. Auch gibt es einen Vortragsmitschnitt vom 14. Internationalen Impro-Festival in Berlin 2014 Youtube / Impro kann mehr.

Meine wichtigsten Fortbildungen zum Thema Improvisation habe ich beim Gründer des Improvisationstheaters, dem Engländer Keith Johnston machen können sowie beim Gründer des Playbacktheaters, dem US-Amerikaner Jonathan Fox. Bei letzterem konnte ich die für die Bühnenleitung erforderlichen Kenntnisse und Fähigkeiten mit dem Abschlusszertifikat Leadership and Conducting erwerben.

Fortbildungen / Kurse

Auf Anfrage führe ich Fortbildungen und Kurse in den Bereichen Verhaltenstherapie, Stottertherapie und Improvisationstheater im Kontext von Beratung und Therapie durch. Interessenten können mich für Veranstaltungen in und außerhalb Berlins anfordern. Meinerseits biete ich die folgenden Fortbildungen regelmäßig an. Ein besonderes Anliegen sind mir Kurse, an denen Fachleute und Betroffene gemeinsam teilnehmen und voneinander lernen.

Vita /Qualifikationen

In Prag 1944 geboren, in Berlin als Sohn bildender Künstler aufgewachsen, habe ich dort Abitur und Diplom in Psychologie absolviert. Als Wissenschaftlicher Assistent war ich für den Aufbau der Abteilung für Verhaltenstherapie am Institut für Psychologie der Technischen Universität Berlin verantwortlich. Nach meiner Promotion leitete ich die Studien- und Konfliktberatungsstelle der Universität Augsburg. 1978 wurde ich als Hochschullehrer für Psychologie mit dem Schwerpunkt Beratung und Therapie an die Alice-Salomon-Hochschule berufen. Als Psychologischer Psychotherapeut mit den Zusatzausbildungen in Verhaltens- und Gesprächspsychotherapie arbeite ich seit 40 Jahren in eigener Praxis und widme mich dort Menschen mit unterschiedlichen Krankheitsbildern und Problemlagen. Außerdem befasse ich mich mit der Supervision und Fortbildung unterschiedlicher Berufsgruppen. Ich habe zahlreiche Bücher und Artikel veröffentlicht und bin als Experte auf dem Gebiet des Stotterns international bekannt.

Mir zu Ehren wurde 1998 die Sprachheilschule in Schwäbisch Hall zum Anlass ihres 20-jährigen Bestehens in „Wolfgang Wendlandt Schule, Schule für Sprachbehinderte" umbenannt.

Für meine eigenen musikalischen Improvisationen mit dem Alt-Saxophon nutze ich zur Zeit klangintensivierende Alltagsräume (Tunnel / Kirchen); siehe hierzu die Spontankompositionen:

sowie die Video-Doku „unterirdisch“ mit K. App (Aufnahme A. Glinin):

Meine schriftstellerischen Vorlieben haben ihren Niederschlag in einem Band Kurzgeschichten gefunden. Darüber hinaus engagiere ich mich ehrenamtlich in unterschiedlichen sozialen Projekten (siehe Stottern sowie Playback- und Impro-Theater).

Ich bin seit langem verheiratet und habe eine erwachsene Tochter.

Kontakt

Für Auskunft und weitere Informationen stehe ich gerne zur Verfügung.

Prof. Dr. Wolfgang Wendlandt
Telefon  030 / 7 95 83 44
E-Mail kontakt@wolfgangwendlandt.de